Bereits in den 90er Jahren machten wir als Eltern von Bernd Z. die Fürsorgedirektion des Kantons Bern auf die Missstände im Heim aufmerksam, dem der Kanton das Mandat für Bernd Z. Pflege und Therapie anvertraut hatte. Nachdem wir die schreckliche Situation unseres Sohnes geschildert hatten, wurden wir im Juli 2003 zu einem Gespräch nach Bern eingeladen.
Mehrfach
hatten wir unsere, zusammen mit Prof. Dr. G. Feuser,
ausgearbeiteten Therapiekonzepte für Bernd Z. unterbreitet. Aber die
Fürsorge wollte nichts unternehmen. Anstelle uns 2003 zu helfen, machte
uns der Vertreter der kantonalen Fürsorge auf ein zukünftiges
Pilotprojekt der Invalidenversicherung aufmerksam. Er bemerkte, wir
sollten uns bei der Organisation FAssiS
melden.
Sofort nahmen wir Kontakt mit FAssiS auf. Wir fragten nach, wer
denn
da alles mitmachen könne. Aussage von FAssiS
"Alle, die eine Hilflosenentschädigung erhalten!", hiess damals die Antwort. Weiter sei wichtig,
"(...) dass sich so viele wie möglich anmelden würden. Damit dass BSV bemerke, dass es dringend nötig sei, endlich allen behinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen."

Im November 2003 gab das Parlament dem BSV den Auftrag das Pilotprojekt zu starten. Das BSV hatte den Beginn von Jahr zu Jahr neu hinausgezögert. Die Organisation FAssiS wurde zum alleinigen Partner des BSV bestimmt, da der Verein sowohl die ganze Schweiz wie auch alle Behinderungsarten abdeckte.
In Zusammenhang mit dem Pilotprojekt der Invalidenversicherung füllten wir viele Formulare aus. Auf jedem gaben wir an, dass unser Sohn an Autismus leide und rund um die Uhr dringend pädagogische Betreuung braucht. Wir haben auch hier immer wieder unser durch Prof. Dr. Feuser abgesichertes Projekt vorgestellt. Während diesen Eingaben wurden wir von der FAssiS aufgefordert, einen Verein zu gründen.
[ nachgeführt: 24.12.2007]. ImpressumSeite drucken