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Anforderungen die Bernd an seine Umgebung stellt

Bernd benötigt zum jetzigen Zeitpunkt rund um die Uhr pädagogische und therapeutische Betreuung. Seine Assistenten müssen nach neusten Erkenntnissen arbeiten.

Professor Feuser schreibt in der Selbstdeklaration zum Assistenzbudget (Oktober 2005)

Nach neun Jahren erneuten Heimaufenthaltes bedarf es heute eines fachlich hoch kompetent begleitenden Überganges aus dem Heim in ein entsprechend fachkompetentes (advokatorisch) assistiertes Lebens-, Wohn- und Arbeitsumfeld. Es kann - mit Vorbehalt - davon ausgegangen werden, dass Herr Z. die schon 1996 erreichten Kompetenzen noch einmal wiederzugewinnen vermag und in fernerer Zukunft mit einer Fachassistenz im 1:1-Verhältnis und einer Nachtbereitschaft seinen Lebens- und Arbeitsalltag wird bewältigen können. In einer Anfangsphase, die ein Jahr bis eineinhalb Jahre dauern kann, wird die Assistenz in einem 2:1-Verhältnis erforderlich sein. Dies kann in einem Phasenverlauf verdeutlicht werden:

Phase 1 (maximal 4 Wochen):

Stationäre therapeutische Arbeit in Bremen zur diagnostischen Präzisierung und Krisenintervention mit der Zielsetzung der Re-Etablierung

  • kommunikativer und kooperativer Kompetenzen,
  • spezifischer Kulturtechniken und Ausdrucksmöglichkeiten,
  • von Alltagsverrichtungen und
  • produktiver Arbeitshaltung und -vorhaben

im Rahmen eines strukturierten Tagesablaufs. Dabei werden Tagesablauf, Inhalte und Gegenstände der Tätigkeiten eingeführt und vorweggenommen, wie sie nach der stationären Phase im assistierten Lebensumfeld und am Arbeitsplatz auftreten werden.

Phase 2 (ca. 12 Monate):

Übergang in die neue, assistierte Lebenssituation mit der Zielsetzung der

  • Etablierung von Tagesablauf, Wohnen, Arbeit und Freizeit im Wochenablauf und Jahreskreis, wie der
  • Erkundung der Umgebung mit ihren kulturellen Möglichkeiten, der Tätigung von Einkäufen, der Bewältigung der Wege zur Arbeit, der Gestaltung von Freizeit u.a.m.
  • Eine besondere Aufgabe dürfte, die Stabilisierung der Nachtzeit sein, für die ein fachlich kompetenter Nachtdienst in einem 1:1-Verhältnis (mit einer zweiten Person in Rufbereitschaft) vorgehalten werden muss, während die Alltagserfordernisse in dieser Phase in einem 2:1-Verhältnis zu assistieren sein werden.

In Abhängigkeit von der in dieser Phase zu erreichenden Selbstständigkeit von Herrn Z. in den verschiedenen Bereichen des Alltagslebens sowie hinsichtlich der Bewältigung krisenhafter Phasen in konstruktiver und sozial verträglicher Weise wird sich die 3. Phase gestalten.

Phase 3 (6 bis 12 Monate):

Diese Phase soll

  • Herrn Z. weiter habilitieren, emanzipieren und seine Selbstkontrolle stabilisieren und
  • den Übergang in ein assistiertes Assistenzmodell im überwiegenden Tagesverlauf in einem 1:1-Verhältnis anbahnen und festigen (3. Projektjahr).

[ nachgeführt: 25.6.2007]. ImpressumSeite drucken

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